Pionierin Amelia Earhart

 

Flugpionierin und Frauenrechtlerin

Amelia Mary Earhart  war eine US-Amerikanische Flugpionierin und Frauenrechtlerin. Sie hatte ihr Medizinstudium abgebrochen, um Pilotin zu werden. Ihr erstes Flugzeug und ihren Pilotenschein finanzierte sie mit 28 verschiedenen Nebenjobs.
Sie wurde am 24. Juli 1897 in Atchison. Kansas USA geboren.

Amelia Earhart war mit dem Verleger George Putnam verheiratet. Sie trug oft Hosenanzüge, die sie selbst entwarf, da sie ihre Beine nicht so schön fand. Sie hatte den berühmten Flieger-Overall mit Reißverschluss erfunden und war mit Eleanor und Franklin D. Roosevelt befreundet, dem Präsidentenehepaar.
Da sie durch das Fliegen in der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde und für viel Menschen  ein Vorbild  war, wurde sie immer wieder  zu Werbefotos für verschiedene Produkt gedrängt. Die Firmen finanzierten so auch ihre fliegerischen Pläne und Flüge.

Erster Atlantikalleinflug einer Frau

1932, ein halbes Jahr nach ihrer Hochzeit, wagte sie ihr größtes Abenteuer: Fünf Jahre nach Charles Lindbergh überquerte sie als erste Frau den Atlantik im Alleinflug. Sie startete am 20. Mai 1932 von Neufundland in Richtung Paris. Wegen schlechten Wetters und technischer Probleme erreichte sie Paris jedoch nicht, sondern musste bereits in der Nähe von Londonderry (Nordirland) notlanden. Für diesen Flug, durch den sie auch zum ersten Menschen wurde, der zweimal den Atlantik überflogen hatte, wurde sie von Präsident Herbert C. Hoover mit der Goldmedaille der National Geographic Society geehrt. Zudem wurde ihr als erster Frau das Distinguished Flying Cross verliehen. In ihrer Dankesrede meinte sie lakonisch: „Einige Aspekte des Fluges sind übertrieben dargestellt worden, fürchte ich. Es war viel spannender zu schreiben, ich sei mit den letzten Litern Treibstoff gelandet. Tatsächlich hatte ich noch über vierhundert (Liter). Und ich habe bei der Landung keine Kuh getötet – es sei denn, eine wäre vor Angst gestorben.“

Unterstützung für junge Frauen in technischen Berufen

Als Vorsitzende der „Ninety Nines“ trat Earhart unermüdlich für ihre feministischen Ziele ein und nutzte ihre Popularität, um gegen das traditionelle Erziehungssystem zu opponieren, das „die Menschen weiterhin nach ihrem Geschlecht einteilt“. Sie betonte immer wieder, dass es ihr mit ihren wagemutigen Rekordflügen auch darum ging, zu beweisen, dass Frauen zu technischen Höchstleistungen in der Lage seien. Sie setzte sich immer wieder dafür ein, dass Frauen ihre Zulassung an technischen Hochschulen bekamen. Als Gastdozentin der Purdue University in Lafayette half sie, die Grundlagen zu erarbeiten, die junge Frauen in der Luftfahrt fördern. Sie unterstützte junge Frauen bei der Berufswahl und half ihnen, in technischen Berufen Fuß zu fassen.

Erste Erdumrundung am Äquator

Kurz vor ihrem 40. Geburtstag nahm sie sich vor, als erster Mensch die Erde am Äquator zu umrunden. Als Flugzeug stand ihr eine Electra (Lockheed Modell 10) zur Verfügung, das Unternehmen wurde vor allem von der Purdue University finanziert, bei der Amelia Earhart als Beraterin von Studentinnen tätig war. Die Electra wurde von der Universität als „fliegendes Labor“ gesponsert. Den ersten Versuch im März musste sie wegen eines Startunfalles bereits in Hawaii abbrechen. Mit ihrem Navigator Fred Noonan startete sie am 21. Mai 1937 in Miami erneut. Nach Zwischenlandungen in Brasilien, Westafrika, Kalkutta und Rangun hatte sie am 29. Juni drei Viertel der Strecke zurückgelegt und startete am 2. Juli von Lae in heutigen Papua Neuguinea, um das letzte Stück – den Pazifik – hinter sich zu bringen. Sie flog die Howlandinsel an - einer nur 1,87 Quadratkilometer großen Insel knapp östlich der Internationalen Datumslinie im Stillen Ozean. Hier wollte sie einen letzten Zwischenstopp einlegen.
Earhart hatte geplant, die kleine Howlandinsel mittels Funkpeilung zu finden. Zu diesem Zweck wartete dort das Schiff SS Itasca, das auf ihre Funksprüche wie vereinbart reagierte. Earhart meldete allerdings wiederholt, keinerlei Funksignale zu empfangen, und irrte offenbar zunehmend über dem Pazifik umher. Gegen 8:40 Uhr Ortszeit gab ihr Navigator die Flugrichtung durch – auf der Standlinie 157°/337° –, danach riss der Kontakt endgültig ab. Auf der Howlandinsel kam das Flugzeug nie an.

Kurz nach ihrem letzten Funkspruch wurde von der US-Regierung eine große Suchaktion eingeleitet: 64 Flugzeuge und 8 Kriegsschiffe waren an der Suche beteiligt, der bis dahin größten in der Geschichte der Luftfahrt. Mehr als 402.000 km² Meer wurden abgesucht, die Kosten beliefen sich auf ca. 4 Millionen US-Dollar. Weder das Flugzeug noch Earhart oder ihr Begleiter konnten gefunden werden, so dass die Suche am 19. Juli eingestellt wurde.
Amelia Earhart wurde am 5. Januar 1939 für „verschollen, vermutlich tot“ erklärt. Im Jahr 1938 wurde ihr zu Ehren auf der Howlandinsel ein Leuchtturm gebaut, der den Namen Amelia Earhart Light erhielt.

Ursachen

Eine Kombination verschiedener Ursachen hat vermutlich zum Unglück geführt. Zum einen war die Howlandinsel auf damaligen Karten falsch, nämlich 10 km westlich von ihrer tatsächlichen Lage, verzeichnet. Zudem war die Berechnung der Flugzeugposition des Navigators Noonan vermutlich fehlerhaft. Auch Schwierigkeiten in der Sprechfunkkommunikation trugen zum Unglück bei. Der zum Unglückszeitpunkt bewölkte Himmel erschwerte das Auffinden der nur wenige Meter über dem Meer liegenden, winzigen Insel weiter. Der größte Fehler bestand allerdings darin, dass die Funkpeilsysteme des Flugzeugs und der SS Itasca nicht aufeinander abgestimmt waren und die Flugzeugbesatzung mit dem System kaum vertraut war.

Verbleib von Amelia Earhart

Es gab immer wieder Expeditionen um das Flugzeug oder Hinweise über den Verbleib von Amelia Earhart zu finden. Dass die Flugpionierin Amelia Earhart bei einem Flugzeugabsturz starb, bezweifeln Experten inzwischen. Sie glauben, Knochen, Schuhe und Trümmer auf einem Atoll stammen von der Fliegerin - und hoffen auf eine DNA-Analyse

Verhängnisvoller Defekt beim Start

Beim Start gab es ein verhängnisvolles Missgeschick: Die Antenne des Kurzwellensenders der Electra brach ab. Fortan konnte Amelia Earhart zwar Funksprüche absetzen, selber aber keine mehr empfangen. Weder die Fliegerin noch ihr Begleiter, der Navigator Fred Noonan, bemerkten das Fehlen der Antenne – und genauso wenig das vor Howland Island wartende Schiff "Itasca", ein Kutter der US-Küstenwache.
Was sich dann über den Weiten des Pazifik abspielte, ist nun aber bekannt geworden – dank Ebay. Dort entdeckte ein amerikanischer Earhart-Fan, Arthur Rypinski, einen Notizblock, den er für 26 Dollar ersteigerte.
Ursprünglich gehörte der Block einem 23-jährigen Studenten der Universität Hawaii namens James Carey, den die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) 1937 auf den Kutter entsandt hatte, um über die Zwischenlandung Earharts auf Howland Island zu berichten.
Rypinski hatte gut aufgepasst. Er gehört der International Group of Historic Aircraft Recovery (Tighar) an, die sich der Suche nach dem Wrack der Earhart-Maschine verschrieben hat. Acht Expeditionen hat Tighar bisher unternommen, um das Rätsel zu lösen.

Notlandung statt Absturz?

Tighars Direktor Ric Gillespie ist ein alter Fahrensmann im Metier der Suche nach der Electra und Earhart. Gillespie widerspricht der offiziellen Lesart, wonach die Maschine in den Pazifik gestürzt und versunken ist. Er und seine Mitstreiter sind vielmehr der Ansicht, dass Earhart eine Notlandung gelungen sei und sie überlebt habe – und zwar auf der unbewohnten Insel Gardner Island, einem Atoll der Phoenix-Inseln.
Dort hat eine der Tighar-Expeditionen Aluminiumblech, das von der Electra stammen könnte, Plexiglas und einen Frauenschuh mit einer Sohle der Marke "Cat's Paw" gefunden, die in den dreißiger Jahren populär war. Amelia Earhart trug gern solche Schuhe
Als Beweise taugen die Überreste aber trotzdem nicht, da auf dem Plexiglas und Blech Seriennummern fehlen, die man auf die Electra zurückführen könnte. Die Notizen des Jung-Reporters Carey aber erhärten bei Gillespie den Verdacht, dass ein verzweifelter Flug nach Gardner Island möglich war.

Bis heute 2015, wurden weder das Flugzeug oder sonstige Gegenstände gefunden die eindeutig dem Flugzeug oder Amelia Earhart zugeordnet werden konnten.

Quellen: „Wikipedia“ und „Der Spiegel“

 

Foto Amelia Earhart

Amelia Mary Earhart

 

 

 

 

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