13 Darwin - Lae

Darwin YPDN - Lae, Airport Nadzab, Papua New Guinea, AYNZ


Papua New Guinea ist keine Ferieninsel und deshalb wohl bei vielen nicht so bekannt. Durch Freunde von mir die dort arbeiten, habe ich schon einiges über dieses Land und die Kultur erfahren. Der Flug nach Nadzab in Lae, YPDN, Papua New Guinea wird interessant und auch spannend werden. Das Wetter hat dort oft Überraschungen bereit.  

 

Die Flugroute:

Übersich Flugweg

Parking

Nachdem beim Eintreffen am Airport der Himmel noch Wolkenlos war, bereitet sich jetzt Dunst aus und trübt die Sicht. Wir erwarten, dass der ganze Flug neblig und wolkig sein wird. Es ist jetzt 6:50 Uhr Lokalzeit und wir haben die Startfreigabe erhalten.

Line up

Line up

Flug über dem Nebel

Flug über dem Nebel

Wir fliegen nicht bis PALGA und drehen schon früher auf unsern Flugkurs.

Flugkarte

Cockpitsicht

Da der Flug nun etwas ruhiger verläuft, will ich für all jene die unser heutiges Ziel nicht so kennen etwas darüber schreiben.

Etwa 80 % der Landesfläche werden vom Ostteil der gebirgigen Insel Neuguinea eingenommen. Daneben gibt es eine Reihe von Inseln und Inselgruppen. Papua-Neuguinea ist Teil des pazifischen Großraums Melanesien, der von Neuguinea bis zu den Fidschi-Inseln im Osten reicht. Geografisch liegt Neuguinea am Rande des tiefen Ozeanbeckens auf einem stark verformten, bis heute vulkanisch aktiven Teil der Erdkruste. Vom Miozän bis zum Pleistozän faltete sich die Erdoberfläche hier stark und schuf die Buchten, Gebirge und Inselketten des Landes.
Die ganze Insel wird durchzogen von einem etwa 200 Kilometer breiten, verästelten Gebirge, das von steilen Tälern und wenig zugänglichen Ebenen geprägt ist. Diese Landesnatur begünstigte die isolierte Stammesbildung, wie sie in Neuguinea stattgefunden hat. Höchster Berg in Papua-Neuguinea ist der Mount Wilhelm mit 4.509 Metern, knapp unterhalb der ganzjährigen Schneegrenze.

Flug im Nebel

Im Hochland kann es nachts Frost geben, während es an den Küsten ganzjährig Tag und Nacht um die 30 Grad warm ist. Während es im benachbarten Nordaustralien meist heißer, aber trockener ist, gibt es an den Küsten Neuguineas oft eine tropisch hohe Luftfeuchtigkeit. An einigen Küstenstrichen ist die Feuchtigkeit extrem hoch. Die vom Gebirge geleiteten Passat- und Monsunwinde bringen dem ganzen Land regelmäßig tropische Regenschauer.

Quelle: Wikipedia

Diese klimatischen Bedingungen sind immer fliegerische Herausforderungen, besonders auch mit Helikoptern. Die Sicht kann sich sehr schnell verschlechtern.
Wir haben inzwischen die Insel erreicht und fliegen über die stark bewaldeten Berge und Täler von Papua New Guinea. Die Sicht ist meist schlecht und ohne Instrumente hätten wir keine Change den Airport zu finden.

Flug

Über New Guinea

Cockpitsicht

Cockpit seitlich auf Waldfläche

Flug im Nebel

Cockpitsicht

Unser Anflug ist auf die Rwy27. Wir fliegen deshalb zuerst über das Meer zum Navigationspunkt LAENB wo wir auf 6300 Feet sein müssen. Von hier geht es zum D12.0 NZ hinunter auf 3‘000 Feet. Bei D6.7 NZ geht es dann in einer leichten Linkskurve auf  Kurs 268° zur Landebahn.

Flug im Nebel

Flug über die Berge

Cockpitsicht

Bei DH 500 war die Landebahn und auch die Pistenbeleuchtung nicht zu sehen. Zu dick war der Nebel. An eine Landung war nicht zu denken. Auch die Berge waren nicht zu sehen. Wir stiegen wieder auf 6300 zurück zum LAENB. Gemäss Tower erwarten sie, dass sich der Nebel bis wir wieder zurück sind, sich etwas lichtet. Durch den Nebel ist volle Konzentration gefragt, reiner Blindflug. Sollte auch der 2. Anflug nicht klappen, müssen wir auf einen Ausweichplatz und diese gibt es hier auf dieser Insel nicht an jeder Ecke. Möglich wäre Mont Hagen, AYMH. Fuel bis dort haben wir genügend.

Dann der zweit Versuch. Noch einmal der selbe Anflug in den Wolken. Der Tower meldet bessere Sicht am Airport. Mit dem Absinken der Höhe kamen wir diesmal unter die Wolkendecke. Der Nebel ist inzwischen wie vom Tower angesagt angestiegen.
Gar nicht so schlecht diesmal mit der Sicht. Einer Landung steht nichts mehr im Weg.

Anflug auf AYNZ

Anflug auf AYNZ

Landung

l

Es gibt heute wenig Betrieb hier. Der Nebel hat dies verhindert.

Parking

Ich denke an meine Freunde, die bei diesem Klima, dem schnell wechselnden Wetterverhältnissen und der hohen Luftfeuchtigkeit mit den Helis unterwegs sind um Hilfs- und Rettungsflüge durchzuführen. Jetzt wo ich selber dieses Wetter erlebe, bewundere ich die Arbeit der Helimission umso mehr, die in Wamena (Papua) mit ihren Bell 206L-4 Long Ranger stationiert sind. Trotz guter Ausrüstung sind diese Flüge immer wieder eine Herausforderung und nur mit sehr viel Erfahrung der Piloten möglich.

Heute bei wunderschönem Wetter, habe ich die Gelegenheit ab „unserem“ Airport mit einem Super Puma bei einem Transportflug mitzufliegen.

Erst jetzt ist sichtbar wie gebirgig diese Landschaft hier ist.

Super Puma Heli

Flug mit Super Puma

Flug mit Super Puma

Flug Cockpit Heli

Flug mit Super Puma

Landeplatz im Tal

Landung

Landung Cockpit

Landepl

Nachdem wir in dieser dünn besiedelten Gegend, in der Nähe einer grösseren aber fast verkehrsarmen Strasse, unsere Fracht abgeladen haben geht es wieder zurück.

Kabine Heli

Retourflug

Retourflug

Der Airport und die Sicht zum Meer wo wir gestern unseren Anflug zur Piste flogen. Denn See haben wir gestern gar nicht gesehen.

Retourflug

Anflug auf AYNZ

Anflug auf AYNZ

Landung

Parking AYNZ mit Mond im Hintergrung

Hier steht ein Gedenkstein an Amelia Mary Earhart, die an diesem Airport am 29. Juni 1937 landete. Ihren letzten Airport den sie erreichte.

Gedenkstein an Amelia Mary Earhart

VIP Lounge einmal anders, hier in Lae, Airport Nadzab. Amelia Rose Earhart  am 07. Juli 2014, bei ihrem Erinnerungsflug um die Welt an Amelia Mary Earhart.

Vip Lounge mit Amelia Earhart

Oh, dieser Reisebericht ist etwas länger geworden. Es war für mich ein Flug voller Herausforderungen mit einem schönen Aufenthalt der mir sicher immer in Erinnerung bleiben wird.

PC12 bei Dämmerung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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